DE
  • Kostenloser Versand (D)
  • Schnelle und sichere Lieferung
  • Kostenlose Rückgabe (D)
DE

FERSENSPORN RATGEBER

Fersensporn – ein fieser Begleiter

von UXGO
18. Juli 2019, 13:32 Uhr

Endlich Feierabend. Nach stundenlanger Arbeit nun endlich raus aus den Schuhen und ab auf’s Sofa, Füße hoch und entspannen. Doch der Schmerz im Fuß bleibt. 

Berufsgruppen die lange und häufig auf den Beinen sind, gehören häufig zu den Betroffenen. Denn Fersensporn ist meist die Ursache von starker Überbelastung der Füße. Da der Fersensporn eine degenerative (verschleißbedingte) Erkrankung ist, tritt er besonders bei Sportlern und Menschen ab 40 bis 60 auf. Im Folgenden wollen wir euch erklären was genau passiert und welche Möglichkeiten es für eine Fersensporn-Behhandlung gibt.


Fersensporn - was ist das denn überhaupt?

 

Die wohl bekanntesten Fersenschmerzen mit dem geringsten Beliebtheitsgrad resultieren aus dem Fersensporn.

“Der Schmerz trat anfangs phasenweise, später dauerhaft, auf, immer mit unterschiedlicher Intensität. Besonders schlimm war es nachts und am Morgen. Im Laufe des Tages ließ der Schmerz trotz Belastung paradoxerweise nach.” 
Michael Seile, 59, Produktionsleiter.

Der Fersensporn, auch Kalkaneussporn (‘calcaneus’ lat. für Fersenbein) oder Hackensporn genannt, ist ein knöcherner Auswuchs am Fersenbein. Der Sporn selbst ist ein dornenartiges Gebilde und erinnert optisch häufig an die bei Vögeln nach hinten gebogene Kralle. Er kann sowohl oben (kranial), als auch unten (plantar/dorsal) an den Sehnenansätzen auftreten. 

Warum entsteht dieser Sporn und was passiert da genau?

Wenn die Muskeln um die Ferse zu viel Spannung abbekommen, dann zieht die Sehne am Knochen, in diesem Fall am Fersenbein. Dadurch bildet sich ein Hohlraum, in welchen sich Osteoplasten (Knochenbildner )einlagern, die den Fersensporn formen. Je länger also die Spannung wirkt, desto zugänglicher ist der Hohlraum und desto mehr Einlagerung kann stattfinden. Es gilt für Entspannung zu sorgen, sodass sich die Hohlräume schließen und der Sporn erst gar nicht entstehen oder zumindest nicht weiter anwachsen kann.


Unterer Fersensporn (a)

 

Am häufigsten tritt der Fersensporn an der Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie) auf. Die Sehnenplatte ist ein starker Strang aus Bindegewebe und liegt zwischen Ferse und Zehengrundgelenk. Die Plantarsehne federt Stöße beim Gehen ab und erhält somit die Form des Längsgewölbes des Fußes aufrecht. Bei Fehl- oder Überbelastung entstehen Mikrorisse im Gewebe, es kommt zu Überdehnung des Sehne. Der Körper versucht die Schwächung an dieser Stelle durch kleine Kalkanlagerungen zu verstärken. Diese wachsen sukzessive und können so zu einem Fersensporn anwachsen. Der Sporn setzt am hinteren Ansatz der Sehnenplatte an und zeigt in Richtung der Zehen. Er liegt an der Fußsohle, was beim Auftreten stechende Fersenschmerzen auslösen kann.

Oberer Fersensporn (b) 

 

Seltener tritt der obere Fersensporn auf. Er bildet sich am oberen Teil des Fersenbeins,ca. 2-3 cm unter dem Ansatz der Achillessehne. Eine Achillessehenentzündung (Achyllidie) erkennt man im Gegensatz dazu daran, dass sie 3-5cm über dem Ansatz der Achillessehen lokalisiert wird.

Der obere Fersensporn entsteht ebenfalls durch kleine Risse (Mikrotraumen) im Gewebe. Anders als bei der Haglundferse, die aus einer mechanischen Überbelastung resultiert, entsteht der Kalsporn am Sehnenansatz durch zu starken Sehnenzug der Achillessehne. Dafür kann beispielsweise eine verkürzter Wadenmuskel die Ursache sein und ist somit eine überbelastungsbedingte Reaktion. 

Durch permanente Überbelastung entstehen immer weiter Mikrorisse und immer mehr Kalk wird angelagert. Der Schmerzherd allerdings liegt am entzündeten Gewebe, dass die Sehnenansätze umgibt.

Nicht immer, muss ein Fersensporn schmerzhaft sein, oft wird er rein zufällig im Röntgenbild entdeckt. Erst durch Überbelastung und Entzündungen entstehen die starken, stechenden Fersenschmerzen, die von sogenannten Alarmrezeptoren an der Knochenhaut ausgelöst werden, sobald zu starker Druck auf dem Knochen und der dazugehörigen Sehne lastet. 

Die gute Nachricht: Der Fersensporn an sich ist harmlos und bringt keine Spätfolgen mit sich, ebenso verschwinden auch die Schmerzen in der Ferse meist mit der Zeit. Durch individuelle Fersensporn-Behandlung kann man weiteren Kalkanlagerungen und Entzündungen vorbeugen und schmerz- und sorgenfrei durch’s Leben gehen.

Ursachen und Risikofaktoren

 

Du bist Friseur, Lagerist, Bauarbeiter, Sportler oder in der Gastronomie tätig? Dann bist Du der beste Kandidat für einen Fersensporn. Langes Gehen oder Stehen gehören zu Deinem Berufsalltag und damit einhergehend die Überbelastung Deiner Füße.

Neben starkem Übergewicht (Adipositas), einer Fehlstellung des Fußes, dem falschen Schuhwerk oder einer langanhaltenden Fehlbelastung, ist Überbelastung die Hauptursache für Fersensporn. Durch zu starke Belastung, in welcher Form sie auch auftritt, entstehen Entzündungen des Bindegewebes.

Der Körper reagiert darauf mit Kalkeinlagerungen, die langfristig zum Fersensporn anwachsen. Irgendwann hat der Sporn eine Größe erreicht, die beim Belasten des Fußes punktuell Schmerzen im Fersenbereich auslöst. Allerdings sind es die Entzündungen des Gewebes, welche die Symptome auslösen und nicht, wie oft gedacht, der Fersensporn selbst.

Da es neben den Fersensporn diverse weitere Gründe für Fersenschmerzen gibt, sollte die Diagnose immer vom Arzt getroffen werden, um so die richtige Behandlung zu gewährleisten.


Symptome

 

Erstes Symptome des Fersensporn äußern sich erst dann, wenn das Bindegewebe entzündet ist. Ein klassisches Erkennungsmerkmal für den Fersensporn ist der Anlaufschmerz (das Loslaufen nach dem Aufstehen), der meist morgens auftritt. Es fühlt sich an, als wäre man in einen Nagel oder eine Scherbe getreten, es brennt und bohrt. Nach einer gewissen Belastung lässt der Schmerz wieder nach und kann über den Tag immer wieder auftreten, meist nach Ruhephasen des Fußes. 

Das ist der typische Schmerz für den unteren Fersensporn. Er liegt an der Fußsohle und ist damit häufigerem direktem Druck ausgesetzt. Beim oberen Fersensporn finden sich die Schmerzen am Ansatz der Achillessehen. Die Stelle kann auch geschwollen oder gerötet sein.


Behandlung und Therapie

 

Der Fersensporn ist ein langwierige und individuell zu behandelnde Erkrankung des Fußes. Umso wichtiger ist die richtige Diagnose und Ursachenfindung Deines Arztes. Am besten zu erkennen ist ein Fersensporn über Röntgenbilder, gerade dann, wenn eine chronische Erkrankung vorliegt. Um das zu vermeiden kann man schon vorab das tun, was nach der Diagnose übliche Therapiemethoden und Fersensporn-Behandlungen sind.

Sobald ein Fersensporn festgestellt wurde, ist es dringend ratsam auf intensiven Sport und von anderen starken Belastungen für den Fuß abzusehen (Wanderungen, langes Gehen und Stehen, falsche Schuhwerk, etc.)

Das Ziel ist es auf kurze Sicht, die Entzündungen im Bindegewebe abklingen zu lassen, um die Fersenschmerzen zu lindern. Dafür ist Schongang angesagt.


Schnelle Maßnahmen und kurzfristige Fersensporn-Behandlung


Beruhigende Salben oder leichte Schmerzmittel lindern die Schmerzen vorübergehend und erleichtern die Alltagsroutine. Was sich dafür am besten eignet, erfährst Du direkt bei Deinem Arzt.

Fersenkissen und leicht erhöhte Absätze, entlasten den Fuß und helfen dabei, die Entzündungsherde abklingen zu lassen, auch während Du den Fuß belastest.


Langfristige Fersensporn-Behandlung

 

Maßangefertigte Schuheinlagen haben sich oft bewährt und mindern den Druck durch ihre Schaumstoff-Unterfütterung an der Stelle des Fersensporns. 

Im Falle von Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion von Vorteil, ebenso wie eine gleichmäßige Belastung der Füße.
bei Sportlern sollten bewusst längere Ruhephasen eingelegt werden und gezielte Aufwärmübungen vor dem Training stattfinden.

Nicht nur Sportler sind gut beraten, wenn sie sich das richtige Schuhwerk zulegen. Uxgo hat besonderes und gesundes Schuhwerk, dass sich ideal für die Kombination mit einer Einlage anbietet.
Da Fußgymnastik die Fußmuskulatur stärkt ist daher empfohlen.

Bei einer akuten Diagnose hilft nur noch Extremschonung und Dehnung der verkürzten Muskulatur. In diesem Fall sind zusätzlich andere Therapieformen und Behandlungsmethoden von Nöten. Fersensporn-Operationen sind die Ausnahme, da sie nicht zwingend eine Besserung gewährleisten und gewisse Risiken bergen. 

Details zu den verschiedenen Fersensporn-Behandlungen und Übungen findest Du in unserem Fachartikel
"Fersensporn gut behandeln". 

Mehr erfahren


Tipp in der Box

––––––

Familienstammbaum als Profilaxe:

Ein Indiz dafür, dass Du eventuell empfänglicher für Fersensporen bist als andere, sind Deine genetischen Veranlagungen.

Manche Menschen neigen zu entzündlichen Sehnen- und Muskelansätzen in Schulter, Ellbogen, im Becken oder eben im Fuß. Das sind sogenannte Enthesopathien. Zu dieser Veranlagung gehört auch der Fersensporn.

Zuletzt angesehen