UXGO roter Hintergrund

Fersensporn Ratgeber

Schmerzen in der Ferse

Fersenschmerzen nach dem Aufstehen



Unter Menschen, die Fersenschmerzen haben, ist der Antrittsschmerz nicht unbekannt. Ob nach längeren Belastungsphasen des Fußes oder nach dem Aufwachen. Sehr oft leiden Patienten an starken Schmerzen beim ersten Auftreten. Nach kurzer Zeit lässt dieser Schmerz in der Ferse zwar wieder nach, kehrt aber nach längerer Belastung in ähnlicher bis gleich starker Intensität zurück.

Teilweise kannst Du auch in Ruhephasen oder im Schlaf Schmerz in der Ferse verspüren.

Ein negativer Aspekt von andauernden Schmerzen in der Ferse ist eine entstehendes Ausweichverhalten.
Um den Schmerz nicht zu provozieren, verändert man sein Gangbild und seine Fußbelastung. Dies kann jedoch andere Bereiche wie Knie, Hüften oder Wirbelsäule in Mitleidenschaft ziehen.

Um Deine Schmerzen in der Ferse nicht zu verschlimmern, sind stoßdämpfende Schuhe mit einem weichen Fußbett also das A und O. Besonders wichtig ist auch eine flexible Sohle, die ein leichtes Abrollen des Fußes ermöglicht und Dich in Deinen Bewegungen unterstützt. Dafür haben wir von UXGO ganz spezielle Modelle mit einer Leichtzellsohle, die nicht nur federleicht ist, sondern auch jeden Deiner Schritte abfedert. Besonders bei Fersensporn zu empfehlen, aber auch für alle andere Arten von Fersenschmerzen absoluter Laufkomfort.


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Fersenschmerzen haben unterschiedliche Ursachen



Übergewicht: Wohlwissentlich, dass die Füße und vor allem die Ferse das gesamte Körpergewicht trage, ist Übergewicht eine zusätzliche Belastung.


Fußfehlstellungen: Bei Plattfuß, Senkfuß oder Hohlfuß wird die Plantarfaszie und das Fußgewölbe überlastet. Durch die damit einhergehende Fehlbelastung von Faszie, Muskel und Sehne können Schmerzen in der Ferse entstehen.

Schwache Füße: Die Muskulatur ist, als aktiver Part, elementar um deinen Fuß bei Belastung zu stabilisieren. Sind die Muskeln geschwächt, übernehmen zunehmend auch passive Strukturen wie Bänder, Knochen und Gelenkkapseln stabilisierende Funktionen. Dadurch kann es zu Überlastungsschmerzen am Fuß kommen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken kannst du mit gezielten Übungen dein Fußgewölbe Kräftigen. Dadurch kannst du bestehende Schmerzen verringern und langfristig deinen Fuß vor Fehlstellungen und Schmerzen in der Ferse schützen.

Extreme sportliche Belastung: Gewöhne Deine Füße langsam über mehrere Monate an die höhere Belastung, denn besonders bei sportlich aktiven Menschen ist der Fersenbereich anfällig. Achte zusätzlich auf das passende Schuhwerk für Deine Sportart und vermeide barfuß Sport zu betreiben.


Alter: Klar, je älter man wird, desto mehr Belastung haben Deine Füße über all die Jahre erfahren. Da kann es schon Mal passieren, dass Schmerzen in der Ferse als Verschleißerscheinung auftreten. Häufig liegt das daran, dass das Fettpolster unter der Ferse schrumpft. Besonders betroffen ist die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren.

S1-Syndrom



Manchmal ist es auch eine Wirbelsäulenproblematik durch Irritation oder Kompression eines Nervs, die hinter den Fersenschmerzen steckt. Im Falle des S1-Syndroms handelt es sich um Symptome, die durch eine mechanische Reizung oder Schädigung der Nervenwurzel zwischen dem letzten Lenden- und dem ersten Kreuzbeinwirbel entsteht. Für diese Einengung kommen mehrere Ursachen in Frage, wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall, degenerative oder entzündliche Wirbelsäulenveränderungen.

Erkennen kannst Du ein mögliches S1-Syndrom daran, dass Du einseitige Schmerzen hast, die sich entlang Deines Gesäßes über den hinteren Ober- und Unterschenkel, die Ferse bis in die Zehen erstrecken.

Zusätzlich können Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Brennen in denselben Regionen auftreten. Im Extremfall kann es auch zu Muskelschwächen in der Wade, im Gesäß und der Oberschenkelmuskulatur kommen. Meistens gehen die Schmerzen mit einer eingeschränkten oder schmerzhaften Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule einher. Treffen die genannten Symptome auf deine Problematik zu solltest du Deinen Arzt aufsuchen.

Expertentipp: Um die Kraft der vom Nerv versorgten Muskulatur zu testen, stelle Dich auf ein Bein und halte Dich mit einer Hand zur Sicherheit fest. Gehe nun 10 Mal auf die Zehenspitzen. Führe den Test auch mit dem schmerzfreien Bein durch. Besteht ein großer Seitenunterschied kann eine Schwäche der Wadenmuskulatur vorliegen und Du solltest umgehend Deinen Arzt kontaktieren.

Übung 1: Ganzkörperspannung nach Brügger



Kennst Du die Ursache für Dein S1-Syndrom noch nicht, kann eine Stabilisierung der Lendenwirbelsäule helfen. Dadurch schützt Du Deine Wirbelsäule vor Überlastungen im Alltag und kannst den Heilungsverlauf positiv beeinflussen. 

Für diese Übung legst Du Dich mit aufgestellten Beinen flach auf den Rücken. 
Deine Arme liegen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach unten. Sowohl Füße, als auch Hände sind angewinkelt und zeigen mit Zehen und Fingern nach oben. Der Kopf liegt auf der Matte und Dein Kinn zeigt gerade in Richtung Brustbein. Bewege jetzt Dein Schambein in Richtung Bauchnabel, sodass Deine Baumuskulatur Spannung bekommt. Beginne jetzt nacheinander die Fersen, das Kreuzbein, die Schultern, die Arme und den Kopf in die Unterlage zu drücken. Drücke nur so stark, dass keine Schmerzen entstehen. Halte die Muskelspannung für 10-20 Sekunden und löse sie dann langsam auf. Wiederhole diese Übung 10 Mal mit kurzen Pausen.

Schleimbeutelentzündung

Wie bereits beschrieben, befindet sich der Schleimbeutel zwischen Deinem Fersenbein und dem Ansatz der Achillessehne. Wenn dieser entzündet ist, wird er meist von starken Schmerzen in der Ferse begleitet. Diese Entzündung kann aus einem dorsalen Fersensporn, einer Überbelastung oder beispielsweise der Gicht resultieren. Ein weiterer Schleimbeutel befindet sich zwischen Deiner Haut und der Achillessehne. Dieser kann sich entzünden, wenn Du Schuh trägst, die falsch sitzen, stark drücken oder reiben. Deshalb solltest Du unbedingt immer auf die richtige Größe achten, auf einen gut sitzenden und hohen Schaft und natürlich auf gute Qualität bei den Materialien, sowohl außen, als auch innen.
Expertentipp: Du hast sehr starke Schmerzen, die auch bei Belastung nicht besser werden? Schmerzt Deine Ferse auch bei Nacht? Ist der Bereich über der Ferse erwärmt und geschwollen? Kannst Du alle dieser drei Fragen mit Ja beantworten, befindest Du Dich noch in der akuten Entzündungsphase. In dieser Phase solltest Du noch nicht mit dem Training beginnen, sondern Deinen Fuß immer wieder kühlen, hochlegen und sportliche Belastungen meiden.

Knochenbruch



Oft nicht bedacht, aber auch im Fersenbereich kann man sich einen Knochenbruch zu ziehen, beispielsweise einen Fersenbeinbruch. Ob Ermüdungsbruch, Unfall oder Sportverletzung, dieser Bruch zieht starke Schmerzen in der Ferse mit sich. Im Profisport gerade im Laufbereich kommen solche Brüche nicht selten vor.

Veränderung an der Achillessehne:

Diese mögliche Ursache erkennst Du an den deutlichen Schmerzen in der Ferse im oberen Bereich, also an der Achillessehne. Hier können krankhafte Veränderungen entstehen. Sie ist nicht zu unterschätzen, ist sie doch die stärkste Sehne im menschlichen Körper, die Fersenbein und Wadenmuskel verbindet. Im Falle einer Verkalkung am Ansatz der Achillessehne am Fersenbein, können Druckschmerzen und lokale Schwellungen entstehen.

Übung: Nervenmobilisation



Um den Nerv an der Engstelle des Tarsaltunnels beweglicher zu machen, eignen sich Nervenmobilisationen. Diese Mobilisation sorgt für eine verbesserte Beweglichkeit des Nervs in seiner Umgebung und beschleunigt die Heilung. Für diese Übung setzt Du Dich auf einen hohen Stuhl mit festem Stand oder auf einen Tisch. Du verschränkst Deine Finger hinter dem Rücken. Lasse nun Deinen Kopf in Richtung Brust sinken und beuge so die ganze Wirbelsäule.

Dabei sollen keine Schmerzen entstehen. Ziehe nun Deine Zehen und Deinen Fußrücken in Richtung Schienbein und die Außenkante den Fußes nach oben. Diese Stellung behältst Du während der gesamten Übung bei. Über zwei Sekunden streckst du nun Dein Knie und hebst das betroffene Bein in Richtung Decke. 

 Diese Position hältst Du kurz und lässt das Bein dann wieder Richtung Boden sinken. Diese Übung führst Du 10 Mal durch. Verspürst Du in der gestreckten Position Schmerzen, Brennen oder Sensibilitätsstörungen im Bein, solltest Du eine kurze Pause machen bevor du fortfährst.

Erklärungsbild

Fersenschmerzen – wann musst Du zum Arzt?


Ein kleiner Überblick über die Symptome, die mit Fersenschmerzen einhergehen können:

  • Je nach Stärkegrad der Belastung variieren die Schmerzen in der Ferse
  • Anfänglich erscheinen die Schmerzen vereinzelt und werden mit der Zeit schlimmer
  • Vor allem morgens, aber auch nach Ruhephasen treten die stechenden Fersenschmerzen auf (morgendlicher Anlaufschmerz)
  • Du entdeckst Rötungen, Druckstellen oder Blasen im Fersenbereich
  • Treppensteigen ist besonders lästig. Starke Schmerzen im Bereich der Achillessehne oder der Fußsohle, lassen Dich den Fuß nicht mehr richtig abrollen.
  • Du spürst Verdickungen am Übergang zur Achillessehne
  • Die Schmerzen in der Ferse Dich beim Gehen einschränken und Du Deine Laufbewegung nicht mehr normal durchführen kannst
Bei allen oben genannten Symptomen legen wir Dir an’s Herz einen Arzt oder Orthopäden zu konsultieren. Von Selbstdiagnosen raten wir grundsätzlich ab. Dennoch musst Du natürlich nicht beim ersten kleinen Pieksen besorgt sein. Achte einfach genau auf Deinen Körper und Deine Füße und beobachte, wie sich ein erster möglicher Schmerz in der Ferse entwickelt oder ob es nur eine Eintagsfliege unter den Fersenschmerzen war.
Du hast außerdem Schmerzen im Fußballen?
Dann geht es für Dich hier zu unserem Fachartikel über Schmerzen im Fußballen.

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Kurz-Ratgeber bei Schmerzen in der Ferse



Es zwickt, es kneift, es brennt? Oder hast Du das Gefühl, über Scherben oder Nägel zu laufen? Schmerzen in der Ferse sind besonders fies, denn sie können Dich im gesamten Alltag auf unangenehme Art und Weise blockieren.


Im Kurz-Ratgeber zum Thema Fersenschmerzen zeigen wir Dir, wie Du vorgehen solltest:

Arztbesuch & Anamnesegespräch: Dein Arzt nimmt nach einem ersten Gespräch gezielte Untersuchungen vor, denen Deine Beschreibung der Fersenschmerzen zugrunde liegt. Das kann ein normales Röntgenbild sein, wobei auf Knochenbrüche untersucht wird oder eine Kernspintomografie, zwecks einer möglichen krankhaften Veränderung Deiner Achillessehne. Besteht die Möglichkeit, dass Du unter einem Tarsaltunnelsyndrom leidest, wird eine Elektromyografie und eine Elektroneurografie gemacht.

Diagnose & Ursache: Nach der Untersuchung erhältst Du Deine Diagnose und damit die Ursache für Dein Fersenleiden. Anhand dieser, wird Dein Behandlungsweg festgelegt. Welche Ursachen in Frage kommen können, haben wir weiter oben im Text geklärt und beschrieben.


Sollte keine Grunderkrankung vorliegen, kannst Du schon mit gezielten Übungen und den richtigen Schuhen viel bewirken. Bei einem Fersensporn wirst Du sicherlich eine Fersensporn-Einlage benötigen. In seltenen Fällen kann es auch zu einer OP kommen, aber das ist die Ausnahme. Meistens können therapeutische Maßnahmen sehr wirkungsvoll bei Deinen Fersenschmerzen sein.

Lass Dich gut und detailliert vom Arzt beraten, was für Dich bei Deiner Diagnose am besten in Frage kommt.

Übungen für Hallux und gesunde Füße

In deinem UXGO Ratgeber

Fazit


Nur weil es in der Ferse schmerzt, muss nicht gleich etwas Schlimmes dahinterstecken. Gehe achtsam mit Deinen Füßen und Deinem Körper um und achte auf erste Signale. Reagiere schnell und hole Dir immer zuerst die Meinung eines Arztes ein. Trage gutes Schuhwerk und bleibe in Bewegung, dann kann Deinen Füßen eigentlich nichts mehr passieren.

Wichtiger Hinweis:


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Vereinbare bei Schmerzen durch einen Plattfuß einen Termin beim Orthopäden, am besten bei einem Fußspezialisten und bespreche persönlich, welche Plattfuß-Übungen am besten zu Deiner Fußfehlstellung passen und helfen können.