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Schmerzen in der Ferse?

Schmerzen in der Ferse – was hilft gut und schnell?

von UXGO
03. April 2020, 11:56 Uhr

Der Wecker klingelt, Du schlägst die Bettdecke zurück, schwingst die Füße aus dem Bett und da sind sie wieder – die stechenden, pieksenden und unerträglichen Schmerzen in der Ferse. Gehen, stehen, springen, joggen und jede andere Ertüchtigung zu Fuß schmerzt und schränkt Deinen Alltag, privat und beruflich ein.

Du bist mit diesem Phänomen nicht alleine. Mehr Menschen als Du denkst, leiden an Fersenschmerzen. Ob jung oder alt, sportlich aktiv oder Bürohengst, groß oder klein, übergewichtig oder super schlank. Die Ursachen sind sehr vielseitig. Es ist daher sehr wichtig zu wissen, was genau den Schmerzen in der Ferse voran ging oder woher sie stammen, um den richtigen Behandlungsweg, die passenden Übungen und therapeutischen Maßnahmen ergreifen zu können.

Du weißt bereits, dass Deine Ursache ein Fersensporn ist?
In unserem Fersensporn-Fachartikel zeigen wir Dir, was Du selbst gegen Deine Schmerzen tun kannst.

Fersensporn-Ratgeber

Inhaltsverzeichnis


1. Ferse im Überblick
2. Fersenschmerzen nach dem Aufstehen
3. Fersenschmerzen Ursachen
4. Ursachen & Übungen
5. Wann zum Arzt
6. Welche Hausmittel helfen
7. Kurz-Ratgeber
8. Wie Fersenschmerzen vermeiden
9. Wann operieren
10. Der richtige Schuh
11. Fazit


Die Ferse im Überblick

Im Volksmund ist die Ferse auch als Hacke bekannt und meint die Vorwölbung am hinteren Teil Deiner Füße. Sie besteht aus einem Knochen, dem Fersenbein (Calcneus) und dem umliegenden Fettgewebe. Am oberen Teil des Fersenbeins setzt die Achillessehne an, während am unteren Teil die Plantarfaszie ihren Ansatzpunkt hat. Ein ganz besonderer Punkt im Fersenbereich ist der Schleimbeutel am Übergang zwischen Fersenbein und Achillessehne. An dieser Stelle und auch am Übergang zur Sohle treten Schmerzen in der Ferse am häufigsten auf.

Die Sehnenansätze am Fersenbein sind die am öftesten lokalisierten Punkte bei Schmerzen in der Ferse.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Ferse zusammen mit dem Vorfuß eine unerlässliche Rolle für den aufrechten Gang spielt. Es ist auch die Ferse, die bei der Gewichtsübernahme im Bruchteil einer Sekunde der Belastung von 70-100% des Körpergewichts ausgesetzt ist, und das trotz ihrer geringen Fläche. Da ist es kein Wunder treten da schnell mal Schmerzen in der Ferse auf.


Fersenschmerzen nach dem Aufstehen

Unter Menschen, die Fersenschmerzen haben, ist der Antrittsschmerz nicht unbekannt. Ob nach längeren Belastungsphasen des Fußes oder nach dem Aufwachen. Sehr oft leiden Patienten an starken Schmerzen beim ersten Auftreten. Nach kurzer Zeit lässt dieser Schmerz in der Ferse zwar wieder nach, kehrt aber nach längerer Belastung in ähnlicher bis gleich starker Intensität zurück.

Teilweise kannst Du auch in Ruhephasen oder im Schlaf Schmerz in der Ferse verspüren.

Ein negativer Aspekt von andauernden Schmerzen in der Ferse ist eine entstehendes Ausweichverhalten. Um den Schmerz nicht zu provozieren verändert man sein Gangbild und seine Fußbelastung. Dies kann jedoch andere Bereiche wie Knie, Hüften oder Wirbelsäule in Mittleidenschaft ziehen.
Um Deine Schmerzen in der Ferse nicht zu verschlimmern, sind stoßdämpfende Schuhe mit einem weichen Fußbett also das A und O. Besonders wichtig ist auch eine flexible Sohle, die ein leichtes Abrollen des Fußes ermöglicht und Dich in Deinen Bewegungen unterstützt. Dafür haben wir von UXGO ganz spezielle Modelle mit einer Leichtzellsohle, die nicht nur federleicht ist, sondern auch jeden Deiner Schritte abfedert. Besonders bei Fersensporn zu empfehlen, aber auch für alle andere Arten von Fersenschmerzen absoluter Laufkomfort.

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Fersenschmerzen haben unterschiedliche Ursachen

 

Schmerzen in der Ferse kommen nicht von ungefähr. Allerdings sind die Ursachen unterschiedlichen Ursprungs.

Was bietet die Grundlage für Fersenschmerzen? Nur mit diesem Wissen können wir effektiv den Schmerzen in der Ferse entgegenwirken.

Übergewicht: Wohlwissentlich, dass die Füße und vor allem die Ferse das gesamte Körpergewicht trage, ist Übergewicht eine zusätzliche Belastung.

Fußfehlstellungen: Bei Plattfuß, Senkfuß oder Hohlfuß wird die Plantarfaszie und das Fußgewölbe überlastet. Durch die damit einhergehende Fehlbelastung von Faszie, Muskel und Sehne können Schmerzen in der Ferse entstehen.

Schwache Füße: Die Muskulatur ist, als aktiver Part, elementar um deinen Fuß bei Belastung zu stabilisieren. Sind die Muskeln geschwächt, übernehmen zunehmend auch passive Strukturen wie Bänder, Knochen und Gelenkkapseln stabilisierende Funktionen. Dadurch kann es zu Überlastungsschmerzen am Fuß kommen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken kannst du mit gezielten Übungen dein Fußgewölbe Kräftigen. Dadurch kannst du bestehende Schmerzen verringern und langfristig deinen Fuß vor Fehlstellungen und Schmerzen in der Ferse schützen.

Extreme sportliche Belastung: Gewöhne Deine Füße langsam über mehrere Monate an die höhere Belastung, denn besonders bei sportlich aktiven Menschen ist der Fersenbereich anfällig. Achte zusätzlich auf das passende Schuhwerk für Deine Sportart und vermeide barfuß Sport zu betreiben.

Alter: Klar, je älter man wird, desto mehr Belastung haben Deine Füße über all die Jahre erfahren. Da kann es schon Mal passieren, dass Schmerzen in der Ferse als Verschleißerscheinung auftreten. Häufig liegt das daran, dass das Fettpolster unter der Ferse schrumpft. Besonders betroffen ist die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren.


Fersensporn:

Ein Fersensporn kann im Zuge der vorher erklärten Sehnenplattenentzündung (Plantarfaszienentzündung) auftreten aber auch unabhängig davon entstehen.

Wichtig zu wissen: ein Fersensporn kann, muss aber nicht für Schmerzen in der Ferse sorgen. Er ist ein dornartiger knöcherner Auswuchs am Fersenbein. Dabei kann er an zwei verschiedenen Stellen auftauchen und Fersenschmerzen auslösen.

Mit Fersensporn bist Du nicht allein: Fast jede 10. Frau zwischen 40 und 60 leidet unter einem Fersensporn.

1. Der plantare Fersensporn (auch Kalkneussporn genannt) bildet sich an der Unterseite des Fersenhöckers, am Ansatz der Plantarfaszie. Die Schmerzen in der Ferse äußern sich durch starken Druck, entweder am oberen Ende des Fersenbeins oder am unteren Teil in Richtung Fußsohle, je nachdem, welcher Fersensporn vorliegt.

2. Der dorsale und somit obere Fersensporn entsteht am Ansatz der Achillessehne. Er tritt weitaus seltener auf als der plantare Fersensporn. An dieser Stelle verspüren Patienten drückende Schmerzen in der Ferse, während sie im Schuh laufen oder stehen.

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S1-Syndrom:

Manchmal ist es auch eine Wirbelsäulenproblematik durch Irritation oder Kompression eines Nervs, die hinter den Fersenschmerzen steckt. Im Falle des S1-Syndroms handelt es sich um Symptome, die durch eine mechanische Reizung oder Schädigung der Nervenwurzel zwischen dem letzten Lenden- und dem ersten Kreuzbeinwirbel entsteht. Für diese Einengung kommen mehrere Ursachen in Frage, wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall, degenerative oder entzündliche Wirbelsäulenveränderungen.

Erkennen kannst Du ein mögliches S1-Syndrom daran, dass Du einseitige Schmerzen hast, die sich entlang Deines Gesäßes über den hinteren Ober- und Unterschenkel, die Ferse bis in die Zehen erstrecken.

Zusätzlich können Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Brennen in denselben Regionen auftreten. Im Extremfall kann es auch zu Muskelschwächen in der Wade, im Gesäß und der Oberschenkelmuskulatur kommen. Meistens gehen die Schmerzen mit einer eingeschränkten oder schmerzhaften Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule einher. Treffen die genannten Symptome auf deine Problematik zu solltest du Deinen Arzt aufsuchen.

Expertentipp: Um die Kraft der vom Nerv versorgten Muskulatur zu testen, stelle Dich auf ein Bein und halte Dich mit einer Hand zur Sicherheit fest. Gehe nun 10 Mal auf die Zehenspitzen. Führe den Test auch mit dem schmerzfreien Bein durch. Besteht ein großer Seitenunterschied kann eine Schwäche der Wadenmuskulatur vorliegen und du solltest umgehend Deinen Arzt kontaktieren.

Übung 1: Ganzkörperspannung nach Brügger

Kennst du die Ursache für Dein S1-Syndrom noch nicht, kann eine Stabilisierung der Lendenwirbelsäule helfen. Dadurch schützt du deine Wirbelsäule vor Überlastungen im Alltag und kannst den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Für diese Übung legst du dich mit aufgestellten Beinen flach auf den Rücken.

Deine Arme liegen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach unten. Sowohl Füße, als auch Hände sind angewinkelt und zeigen mit Zehen und Fingern nach oben. Der Kopf liegt auf der Matte und Dein Kinn zeigt gerade in Richtung Brustbein. Bewege nun Dein Schambein in Richtung Bauchnabel, sodass Deine Baumuskulatur Spannung bekommt. Beginne jetzt nacheinander die Fersen, das Kreuzbein, die Schultern, die Arme und den Kopf in die Unterlage zu drücken. Drücke nur so stark, dass keine Schmerzen entstehen. Halte die Muskelspannung für 10-20 Sekunden und löse sie dann langsam auf. Wiederhole diese Übung 10 Mal mit kurzen Pausen.

Schleimbeutelentzündung:

Wie bereits beschrieben, befindet sich der Schleimbeutel zwischen Deinem Fersenbein und dem Ansatz der Achillessehne. Wenn dieser entzündet ist, wird er meist von starken Schmerzen in der Ferse begleitet. Diese Entzündung kann aus einem dorsalen Fersensporn, einer Überbelastung oder beispielsweise der Gicht resultieren.

Ein weiterer Schleimbeutel befindet sich zwischen Deiner Haut und der Achillessehne. Dieser kann sich entzünden, wenn Du Schuh trägst, die falsch sitzen, stark drücken oder reiben. Deshalb solltest Du unbedingt immer auf die richtige Größe achten, auf einen gut sitzenden und hohen Schaft und natürlich auf gute Qualität bei den Materialien, sowohl außen, als auch innen.

Expertentipp: Du hast sehr starke Schmerzen, die auch bei Belastung nicht besser werden? Schmerzt Deine Ferse auch bei Nacht? Ist der Bereich über der Ferse erwärmt und geschwollen? Kannst Du alle dieser drei Fragen mit ja beantworten, befindest Du Dich noch in der akuten Entzündungsphase. In dieser Phase solltest Du noch nicht mit dem Training beginnen, sondern Deinen Fuß immer wieder kühlen, hochlegen und sportliche Belastungen meiden.

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Übung 1: Der Wadendehner Variante I

Mit dieser Übung dehnst Du Deine Wade und reduzierst somit die Spannung.

Diese Übung machst Du im Stehen an einer Wand.

Mit Deinem gesunden Bein machst Du einen Ausfallschritt nach vorne die Hände stützt du auf Schulterhöhe an die Wand. Die Ferse des betroffenen Beins behält über die gesamte Übung hinweg Bodenkontakt. Beuge Dein vorderes Knie, sodass sich Dein Gewicht leicht nach vorne in Richtung Wand verlagert und Du eine Dehnung in der Wade verspürst.
Achte darauf, dass der Fuß nicht abrutscht und gerade durchgestreckt einen starken Wadenzug hat. Diese Dehnung solltest du ohne starke Schmerzen in der Ferse oder dem Fuß durchführen.
Halte die Dehnposition für 20 Sekunden und wiederhole die Übung 3 Mal.

Übung 2: Der Wadendehner Variante II

Wie schon bei der ersten Variante des Wadendehners stellst Du Dich im Ausfallschritt vor eine Wand. Mit den Hände stützt Du Dich dabei auf Schulterhöhe gegen selbige. Um die tiefere Wadenmuskulatur zu dehnen, schiebst Du nun Dein hinteres Knie Richtung Wand in die Beugung, ohne dabei die Ferse abzuheben. Diese Dehnung solltest Du ohne starke Schmerzen in der Ferse oder dem Fuß durchführen.
Halte die Dehnposition für 20 Sekunden und wiederhole die Übung 3 Mal.

Expertentipp: Mache diese Dehnübungen jeden Tag um einen Effekt zu erzielen.

Knochenbruch:

Oft nicht bedacht, aber auch im Fersenbereich kann man sich einen Knochenbruch zu ziehen, beispielsweise einen Fersenbeinbruch. Ob Ermüdungsbruch, Unfall oder Sportverletzung, dieser Bruch zieht starke Schmerzen in der Ferse mit sich.
Im Profisport gerade im Laufbereich kommen solche Brüche nicht selten vor.

Veränderung an der Achillessehne:

Diese mögliche Ursache erkennst Du an den deutlichen Schmerzen in der Ferse im oberen Bereich, also an der Achillessehne. Hier können krankhafte Veränderungen entstehen. Sie ist nicht zu unterschätzen, ist sie doch die stärkste Sehne im menschlichen Körper, die Fersenbein und Wadenmuskel verbindet. Im Falle einer Verkalkung am Ansatz der Achillessehne am Fersenbein, können Druckschmerzen und lokale Schwellungen entstehen.

Übung: Der Wadenroller

Mit dieser Übung lockerst Du Deine Wade und reduzierst die Spannung auf die Achillessehne.

Diese Übung findet im Sitzen statt. Setze dich auf am Besten auf eine Gymnastikmatte oder den Boden.

Die Faszienrolle positionierst du oberhalb des schmerzhaften Achillessehne-Abschnitts. Stütze die Arme seitlich neben den Körper auf dem Boden ab und hebe dein Gesäß an. Achte darauf, dass Du die Schultern weg von Deinen Ohren schiebst. Nun rollst Du in langsamem Tempo über die ganze Wade in Richtung Kniekehle und wieder zurück. Rolle für diese Übung zwischen 3 und 5 Mal hin und her.


Morbus Bechterew:

Hierbei handelt es sich um eine rheumatische und entzündliche Erkrankung, die chronisch auftritt. Sie kann dazu führen, dass Deine Wirbelsäule (als Folge der Entzündungen) nach und nach versteift. Teilweise können davon auch andere Organe oder Gelenke betroffen sein.

Nicht immer hast Du direkt Schmerzen in der Ferse, meist beginnen die Beschwerden an der Wirbelsäule.

Häufig kommt es aber am Krankheitsbeginn zu schmerzhaften Veränderungen der Achillessehne und somit auch zu Fersenschmerzen. Es kann sein, dass Du am Morgen steife Gelenke hast oder wechselseitige Gesäßschmerzen. Nicht zuletzt solltest Du bei Fersenschmerzen allerdings nie ausschließen, dass es sich auch um Morbus Bechterew handeln könnte. Dafür raten wir natürlich in jedem Fall zu einem Arztbesuch, wo anhand von Röntgenaufnahmen ganz genau überprüfen kann, wo die Ursache liegt.


Tarsaltunnelsyndrom:

Ähnlich wie beim S1-Syndrom, ist auch beim Tarsaltunnelsyndrom ein eingeengter Nerv der Auslöser für Deine Schmerzen in der Ferse. Hier handelt es sich allerdings um den Schienbeinnerv im Tarsalkanal. An dieser Stelle bilden Fersenbein, Sprungbein und Innenknöchel und eine bandähnliche Struktur eine Art Tunnel. Du kannst diese mögliche Ursache erkennen, wenn Du beispielsweise ein Brennen oder Kribbeln auf der Fußsohle oder der Ferse verspürst welches sich durch Belastung verstärkt. Ebenso könnte durch lang anhaltenden Druck auf den Nerv eine Schwäche der kleinen Fußmuskeln sowie ein Sensibilitätsverlust am Fuß entstehen. Tatsächlich können die Fersenschmerzen soweit gehen, dass sie bis in die Wadenbereiche ausstrahlen.

Beginne hier mit den Übungen Wadendehner Variante I & II, die Du weiter oben unter ‘Veränderung der Achillessehen’ findest.


Übung: Nervenmobilisation

Um den Nerv an der Engstelle des Tarsaltunnels beweglicher zu machen, eignen sich Nervenmobilisationen. Diese Mobilisation sorgt für eine verbesserte Beweglichkeit des Nervs in seiner Umgebung und beschleunigt die Heilung.

Für diese Übung setzt Du Dich auf einen hohen Stuhl mit festem Stand oder auf einen Tisch.

Du verschränkst Deine Finger hinter dem Rücken. Lasse nun Deinen Kopf in Richtung Brust sinken und beuge so die ganze Wirbelsäule. Dabei sollen keine Schmerzen entstehen. Ziehe nun Deine Zehen und Deinen Fußrücken in Richtung Schienbein und die Außenkante den Fußes nach oben.
Diese Stellung behältst Du während der gesamten Übung bei. Über zwei Sekunden streckst du nun Dein Knie und hebst das betroffene Bein in Richtung Decke. Diese Position hältst Du kurz und lässt das Bein dann wieder Richtung Boden sinken. Diese Übung führst Du 10 Mal durch. Verspürst Du in der gestreckten Position Schmerzen, Brennen oder Sensibilitätsstörungen im Bein, solltest Du eine kurze Pause machen bevor du fortfährst.


Fersenschmerzen – wann musst Du zum Arzt?

Eigentlich kann man sagen, bis auf ganz wenige Ausnahmefälle Schmerzen in der Ferse eine lange Leidensgeschichte voran geht. Sehen wir uns die vielfältigen Ursachen an, die Fersenschmerzen zugrunde liegen, ist die gute Nachricht, dass der Prozess immer unterbrochen werden kann, wenn es an der Prophylaxe gehapert haben sollte.

Ein kleiner Überblick über die Symptome, die mit Fersenschmerzen einhergehen können:

  • Je nach Stärkegrad der Belastung variieren die Schmerzen in der Ferse
  • Anfänglich erscheinen die Schmerzen vereinzelt und werden mit der Zeit schlimmer
  • Vor allem morgens, aber auch nach Ruhephasen treten die stechenden Fersenschmerzen auf (morgendlicher Anlaufschmerz)
  • Du entdeckst Rötungen, Druckstellen oder Blasen im Fersenbereich
  • Treppensteigen ist besonders lästig. Starke Schmerzen im Bereich der Achillessehne oder der Fußsohle, lassen Dich den Fuß nicht mehr richtig abrollen.
  • Du spürst Verdickungen am Übergang zur Achillessehne
  • die Schmerzen in der Ferse Dich beim Gehen einschränken und Du Deine Laufbewegung nicht mehr normal durchführen kannst

Bei allen oben genannten Symptomen legen wir Dir an’s Herz einen Arzt oder Orthopäden zu konsultieren. Von Selbstdiagnosen raten wir grundsätzlich ab. Dennoch musst Du natürlich nicht beim ersten kleinen Pieksen besorgt sein. Achte einfach genau auf Deinen Körper und Deine Füße und beobachte, wie sich ein erster möglicher Schmerz in der Ferse entwickelt oder ob es nur eine Eintagsfliege unter den Fersenschmerzen war.

Du hast außerdem Schmerzen im Fußballen?
Dann geht es für Dich hier zu unserem Fachartikel über Schmerzen im Fußballen.

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Welche Hausmittel helfen bei Fersenschmerzen?

Der Termin beim Arzt dauert noch drei Tage oder Du willst bei leichten Schmerzen in der Ferse einfach direkt von Zuhause aus etwas unternehmen. Da gibt es das ein oder andere Hausmittel, dass Dich bei der Schmerzlinderung unterstützen kann.

Fußbad mit Apfelessig: Bei Fersensporn und anderen, aus Entzündungen resultierenden Fersenschmerzen. Wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Eine halbe Tasse Apfelessig in eine kleine Wanne geben und die Füße ca. 10 Minuten darin baden.

Salben: bei Fersenschmerzen können Salben den Heilungsprozess fördern und für Schmerzlinderung sorgen. Lass Dich dazu von Deinem Arzt oder in der Apotheke beraten.

Kurkuma: ein ganz natürliches starkes Schmerzmittel, dass Du einfach trinken kannst. Wirkt antibakteriell und antioxidativ. Gib einen Löffel Kurkuma auf ein Glas Mandelmilch und trinke jeden Tag ein Glas für mindestens einen Monat. Der tolle Nebeneffekt: Du tust Deinem Körper damit noch sehr viel mehr Gutes. Es fördert Deine Verdauung, hilft bei der Muskelregeneration und schützt Deine Atemwege.


Kurz-Ratgeber bei Schmerzen in der Ferse

Es zwickt, es kneift, es brennt? Oder hast Du das Gefühl über Scherben oder Nägel zu laufen? Schmerzen in der Ferse sind besonders fies, denn sie können Dich im gesamten Alltag auf unangenehme Art und Weise blockieren.

Im Kurzratgeber zum Thema Fersenschmerzen zeigen wir Dir, wie Du vorgehen solltest:

Arztbesuch & Anamnesegespräch: Dein Arzt nimmt nach einem ersten Gespräch gezielte Untersuchungen vor, denen Deine Beschreibung der Fersenschmerzen zugrunde liegt. Das kann ein normales Röntgenbild sein, wobei auf Knochenbrüche untersucht wird oder eine Kernspintomografie, zwecks einer möglichen krankhaften Veränderung Deiner Achillessehne. Besteht die Möglichkeit, dass Du unter einem Tarsaltunnelsyndrom leidest, wird eine Elektromyografie und eine Elektroneurografie gemacht.

Diagnose & Ursache: Nach der Untersuchung erhältst Du Deine Diagnose und damit die Ursache für Dein Fersenleiden. Anhand dieser, wird Dein Behandlungsweg festgelegt. Welche Ursachen in Frage kommen können, haben wir weiter oben im Text geklärt und beschrieben.

Sollte keine Grunderkrankung vorliegen, kannst Du schon mit gezielten Übungen und den richtigen Schuhen viel bewirken. Bei einem Fersensporn wirst Du sicherlich eine Fersensporn-Einlage benötigen. In seltenen Fällen kann es auch zu einer OP kommen, aber das ist die Ausnahme. Meistens können therapeutische Maßnahmen sehr wirkungsvoll bei Deinen Fersenschmerzen sein.
Lass Dich gut und detailliert vom Arzt beraten, was für Dich bei Deiner Diagnose am besten in Frage kommt.


Wie kannst Du Schmerzen in der Ferse vermeiden?

Grundsätzlich ist ein bewusster und gesunder Lebensstil immer eine gute Ausgangslage. Natürlich kannst Du erblich bedingten Krankheitsbildern so nicht aus dem Weg gehen, aber Du legst einen großen Grundstein für ein sorgenfreies und schmerzfreies Leben.

Das will sagen: achte auf ausreichend Bewegung, das richtige Schuhwerk (keine zu engen oder zu kleinen Schuhe), trainiere in Maßen, dehne und wärme Dich auf, vermeide Übergewicht und lass Deine Fußfehlstellungen schnellstmöglich korrigieren, damit sie nicht ausufern.


Wann ist eine Operation notwendig?

Keine Sorge, nur äußerst selten kommt es soweit, dass man bei Schmerzen in der Ferse wirklich operieren muss. Denn grundsätzlich gesehen, wäre ein solcher Eingriff zwar eine schnelle Abhilfe, doch wie lange würde diese Linderung tatsächlich anhalten? Du kannst weder innerhalb kürzester Zeit extrem viel abnehmen, noch Deinen Berufsalltag auf den Kopf stellen, sodass Du kaum noch gehen oder stehen musst. Das heißt, Deine Fersenschmerzen würden über kurz oder lang wiederkehren.

Auch wenn Schmerzmittel auf lange Sicht nicht das Problem lösen, sind sie hilfreich im Behandlungsprozess. Besonders beliebt ist z. B. bei einem Fersensporn die Behandlung mit Kortison, einem körpereigenen Stresshormon. Alternativ dazu wird Kortison gerne durch eine Stosswellentherapie ersetzt, die langfristig nachhaltiger wirkt. Kläre in Rücksprach mit Deinem Arzt welcher Weg Dich von Deinen Schmerzen in der Ferse erlöst.


Der richtige Schuh wirkt wahre Wunder!

Wir wollen nicht behaupten, dass wir Deine Fersenschmerzen wegzaubern können, allerdings sind die Schuhe von UXGO genau das, was Deine Ferse gebrauchen kann.

Für Schmerzen in der Ferse sind besonders die Modelle mit der federleichten Leichtzellsohle geeignet. Hier wird die natürlich Abrollbewegung des Fußes unterstützt. Dabei bleibt der Fuß flexibel, für ein Laufgefühl wie auf Wolken. Der gut ausgepolsterte Fersenbereich federt Deine Bewegungen beim Gehen ab und wirkt stoßdämpfend, sodass Dein Fuß besondere Entlastung erfährt und Deine Schmerzen nicht noch verschlimmert.

Finger weg von Schuhen mit steifer und dünner Sohle.

Ein weiterer Vorteil ist das herausnehmbare Wechselfußbett, dass Du durch Deine individuell angefertigte (Fersensporn-) Einlage austauschen kannst.

Tragekomfort der Extraklasse für Deine Füße trotz Schmerzen in der Ferse.

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Fazit

 

Nur weil es in der Ferse schmerzt, muss nicht gleich etwas Schlimmes dahinterstecken. Gehe achtsam mit Deinen Füßen und Deinem Körper um und achte auf erste Signale. Reagiere schnell und hole Dir immer zuerst die Meinung eines Arztes ein. Trage gutes Schuhwerk und bleibe in Bewegung, dann kann Deinen Füßen eigentlich nichts mehr passieren.

 

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Vereinbare bei Schmerzen durch einen Plattfuß einen Termin beim Orthopäden, am besten bei einem Fußspezialisten und bespreche persönlich, welche Plattfuß-Übungen am besten zu Deiner Fußfehlstellung passen und helfen können. 

Quellen

https://www.my-medibook.de/plattfuss.html

https://www.felixkade.de/plattfuesse-aufrichten-uebungen/

https://www.apotheken-umschau.de/Fuesse/Was-hilft-bei-Spreiz--Senk--und-Plattfuss-173985.html

https://gelenk-doktor.de/fuss/knick-senk-fuss

https://www.thieme.de/de/gesundheit/spiraldynamik-senk-plattfuss-51954.htm

https://www.aktivshop.de/ratgeber/gesundheit-vital/die-haeufigsten-fussfehlstellungen-was-tun-bei-senk-spreiz-und-plattfuss/

https://kinderorthopaedie.berlin/knickfuss-plattfuss/

https://www.beuthel.de/blog/plattfuss-mit-orthopaedischen-einlagen-behandeln

https://www.dr-gumpert.de/html/plattfuss.html

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Erkrankungen/Fussfehlstellungen/Artikel/13534.php

https://www.kurklinikverzeichnis.de/ratgeber/was-unsere-fuesse-ueber-uns-verraten

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