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FERSENSPORN GUT BEHANDELN

Fersensporn – gut behandeln

von UXGO
18. Juli 2019, 13:32 Uhr

Es piekt, es sticht, es schmerzt stark in der Ferse, hier kann ein Fersenporn der Täter sein.

Im Fersensporn-Ratgeber haben wir Ursachen, Symptome und Fakten zusammengetragen, um über den fiesen Fußbegleiter zu informieren. Welche Fersensporn-Behandlungen und -Übungen gibt es und was man tatsächlich auch selbst dafür tun kann, wollen wir in folgendem Text genauer erklären.


Den Druck rauslassen

 

Nicht immer gehen mit dem Fersensporn automatisch auch Fersenschmerzen einher. Schmerzen entstehen dann, wenn der Druck auf dem Knochen zu groß wird, weil die Sehnen zu stark daran zieht. Es werden an der Knochenhaut die Schmerzrezeptoren ausgelöst, Mikrorisse entstehen im Bindegewebe und verursachen im schlimmsten Fall Entzündungen. Diese sind Hauptverantwortliche für die Schmerzen.

Es gilt also grundsätzlich, den Druck abzubauen und den Knochen und umliegende Sehnen und Muskeln zu entlasten, zu dehnen und zu schonen. Dafür gibt es zahlreiche Übungen und Maßnahmen.


Profilaxe - damit es gar nicht erst soweit kommt

 

Na gut, nicht immer ist so ein Fersensporn ausschließlich hausgemacht. Manch einer von uns hat dafür eine genetische Veranlagung und tendiert zu leicht entzündlichen Sehnen- und Muskelansätze. In diesem Fall ist man zwar vorbelastet, aber nicht hilflos. Im Gegenteil, wer diese Information hat, kann gezielter und bewusster vorbeugen und sich rechtzeitig mit der Fersensporn-Behandlung auseinandersetzen. 

Grundsätzlich gesagt ist bekannt, dass der Fersensporn aus einer Überbelastung resultiert, die über lange Zeit anhält. Wir haben sogesehen jede Menge Zeit, das Problem zu beheben und nicht ein neues zu schaffen. Nun kann nicht jeder einfach seinen Job kündigen und auf den Bürostuhl umsteigen. Aber jeder von uns kann sich ein gutes Schuhwerk zulegen, welches den Fuß im Alltag unterstützt und entlastet. Es dient als Basis und beugt allen möglichen Formen von Fersenschmerzen und Hallux vor. Um gezielter einzuwirken, hilft der Arztbesuch, um eventuelle Fehlstellungen oder Fehlbelastungen zu erkennen und auszugleichen. Hier hilft schon oft eine individuell angepasste Einlage, die sich auch gut in unsere chicen Modelle von UXGO integrieren lassen.

Auf was Du sonst noch achten solltest

Wenn der Fuß erstmal richtig sitzt und mit orthopädischen Stützrädern, in Form von richtigem Schuhwerk, ausgestattet ist, sollte nun die Gefahr abgewandt sein. Dafür gibt es allerdings keine Garantie. Wer seine Füße weiterhin einer Überbelastung durch langes Gehen und Stehen, Übergewicht oder sportliche Extrembelastung aussetzt, der kann den Prozess durch gutes Schuhwerk möglicherweise verlangsamen, vielleicht sogar aufhalten, aber der Verschleiß kommt über die Jahre, soviel ist sicher. Wer aus familiären Gründen vorbelastet ist, bespricht auch das am besten mit seinem Arzt und lässt sich mittels Physiotherapie helfen, schwächere Muskeln und Sehnen zu dehnen, zu stärken und aufzubauen.

Auch bei Sportlern ist Schuhwerk und Physio nicht zu unterschätzen. Gutes Aufwärmen, Ruhephasen zwischen den Einheiten und Dehnen sind unabdingbar.

Bei Übergewicht hilft nur die Gewichtsreduktion. Diese bringt jede Menge positive Faktoren mit sich und beugt vielen verschiedenen Erkrankungen vor. In welcher Form Du am gesündesten abnehmen kannst und welche sportlichen Aktivitäten Dich dabei unterstützen können, besprichst Du am besten mit Deinem Arzt und im Anamnesegespräch mit einem Fitnesstrainer, die gezielt auf Deine Bedürfnisse und Dein Ausgangsgewicht eingehen können.


Hier nochmal in Kürze zusammengefasst

 

  • gutes Schuhwerk ist das A und O
  • bei Fehlstellungen oder bereits auftretenden Problemen, wirkt eine individuell angefertigte Fersensporn-Einlage Wunder und unterstützt und entlastet Deinen Fuß (gut kombinierbar mit unseren modernen UXGO-Modellen für Fersensporn-Einlagen)
  • Stippvisite beim Orthopäden, um eventuelle Probleme direkt zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken
  • Physiotherapie, Dehnübungen, Stärkungsübungen
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Aufwärmen, Ruhephasen und Dehn- und Lockerungsübungen sind für Sportler besonders wichtig

 

Was immer hilft:

Barfuß gehen. Je abwechslungsreicher dabei der Untergrund ist, desto besser ist das für unsere Füße. Es beugt Fehlstellungen vor und stärkt unsere Durchblutung, Muskeln und Sehnen auf die natürlichste Art und Weise.


Hilf Dir selbst - Fersensporn-Übungen für Zuhause

 

Lauftrainer Manfred Skibbe kennt eine gute Dehnübungen für Zuhause, ob für Sportler oder den Ottonormalverbraucher: "Man kann auch in einen Eimer steigen, wo Maiskörner drin sind, dass unten die Sehne immer durchmassiert wird. Immer schön geknetet wird."

1. Schmerz wegdrücken

Suche Dir für diese Fersensporn-Übung einen leicht kegelförmigen Gegenstand der an der abgerundeten Spitze nicht zu hart ist, z. Bsp. eine Avocado

  • Setze Dich auf den Boden und taste Dein Fersenbein ab, um auf die Stelle des Fersensporn zu stoßen
  • Du setzt den Gegenstand mit der Spitze vorsichtig an und drückst leicht gegen den schmerzenden Punkt Deines Fersenbeins.
  • Baue langsam den Druck darauf auf.
  • Du solltest schnell merken, dass der Druckschmerz nachlässt und der eigentliche Schmerz aus dem Umfeld des Fersensporns kommt.
  • Du lockerst mit dem Druck des Kegels den Sehnendruck für ca. 2 Minuten
  • Danach nimmst Du den Kegel mit der Spitze und drückst punktuell am Innenrist entlang, von der Ferse bis vor zu den Zehen
  • wenn Du auf schmerzende Stellen triffst, baue den Druck leicht auf, solange bis Du eine Entspannung wahrnimmst


Der Fuß ist nun gelockert und Du wirst beim Gehen eine direkte Veränderung spüren. 
Durch die Lockerung und Entspannung der Sehne und des Muskels, kann der sich die Ferse wieder regenerieren.

2. Stuhlübung

  • Stelle den betroffenen Fuß auf den Stuhl, sodass die Zehenballen vollständig darauf liegen und die Ferse über die Sitzfläche herausragt.
  • Die Ferse zeigt dabei leicht nach unten, sodass ein leichter Zug entsteht
  • Ist der rechte Fuß betroffen, so umfasse mit der rechten Hand Deine Zehen und mit der linken Hand die Stuhllehne (ist der linke Fuß betroffen, dann umgekehrt)
  • Ziehe Deine Zehen nach oben und löse so den Schmerz des Fersensporns aus
  • Diese Position wird 2 Minuten gehalten

Im Nachgang dürftest Du feststellen, dass das Laufen leichter fällt und die Schmerzempfindlichkeit nachgelassen hat.

3. Wandstütze

  • Stütze Dich mit beiden Händen gegen die Wand, so als wolltest Du sie wegschieben. Der gesunde Fuß steht nahe der Wand, während der betroffene in einem großen Ausfallschritt nach hinten abgestellt wird.
  • Achte darauf, dass der Fuß nicht abrutscht und gerade durchgestreckt einen starken Wadenzug hat.
  • Variiere nun, indem Du das Knie ein- und ausdrehst, den Winkel und damit den Zug im Fuß. Wenn Du spürst, dass in der Fersenspornregion zieht, halte die Position für 2 Minuten. 

Hilfe vom Profi

 

Oben genannte Fersensporn-Übungen sind schnelle Hilfen für Zwischendurch. Diese dürfen und sollen gerne immer wieder wiederholt werden, um den Fuß zu entlasten. 

Langfristig kann Dir Dein Arzt natürlich immer am besten helfen. Wie ist Dein Fersensporn entstanden, wie kannst Du ihm gezielt entgegenwirken, welche Fersensporn-Übungen sind bei Dir am effektivsten und wie weit fortgeschritten, bzw. wie groß ist der Fersensporn denn überhaupt. Hier ermittelt der Arzt, mit Hilfe eines Röntgenbildes, den aktuellen Stand und Grad des Sporns.

Anamnese & Diagnose

 

Im ersten Zug erörtert Dein Arzt mit Dir die Krankheitsgeschichte. Durch den meist gut zu lokalisierenden Schmerz, kann häufig direkt eine Diagnose gestellt werden. Weiter wird ein Röntgenbild gemacht, auf welchem genau zu erkennen ist, ob und wie weit entwickelt ein Fersensporn vorliegt. Es ist dennoch wichtig Deinen Arzt darüber zu informieren, seit wann, wie stark und in welcher Form die Schmerzen auftreten. Gibt es verbessernde Umstände, wie wirkt sich der Schmerz auf und welche Defizite hast Du dadurch im Alltag. Das alles ist wichtig, um eine detaillierte Diagnose stellen zu können, damit die richtige Therapieform für die Fersensporn-Behandlung individuell und erfolgversprechend gewählt werden kann.


Spezielle Fersensporn-Behandlung

 

1. Röntgenstrahlung

Die Strahlentherapie mittels niedrig dosierter Röntgenstrahlen ist für Patienten gedacht, die trotz Einlagen, Physiotherapie und Schmerzmitteleinnahme keine Linderung erzielt haben. Die Studienlage hierzu ist allerdings sehr gering.

2. Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Die Stoßwellentherapie ist eine innovative Therapieform, bei welcher die betroffene Stelle mit energiereichen Schallwellen behandelt wird. Sie ist sehr erfolgversprechend und führt zu einer starken Verminderung oder zu gar gänzlichem Verschwinden der Schmerzen. 
Die Sitzungen finden in gewissen Abständen statt, die einige Tage bis Wochen beinhalten können. Das wird individuell mit Deinem Arzt abgeklärt. Es ist dennoch sinnvoll auch neben der ESWT den Fuß mit Einlagen und Übungen zu entlasten, um den Fuß weiterhin zu entlasten und nicht wieder in dasselbe Schema zu verfallen. 
Seit dem 30. Juli 2018 ist diese Therapie eine Kassenleistung. Allerdings müssen vorher nachweislich sechs Monate andere Maßnahmen nachgewiesen werden, die keine Verbesserung oder Linderung herbeigeführt haben. Damit gemeint sind u.a. Einlagen, Absatzerhöhungen, Physiotherapie oder Dehnübungen.

3. Akupunktur

Wenn andere Therapiemethoden nicht wirksam sind, kann Akupunktur in betracht gezogen werden. Sie ist eine traditionell chinesische Methode, die auf Energien und das Gleichgewicht (Yin und Yang) beruft. Jede Körperpartie hat dabei ihre Akupunkturpunkte. 
Vor der Behandlung wird ebenfalls ein Anamnesegespräch geführt, bei dem teilweise noch detaillierter auf den allgemeinen Gesundheitszustand und das Wohlbefinden eingegangen wird. 
Innerhalb der ersten 5-10 Sitzungen merkst Du ob diese Therapieform bei Dir wirkt. Bis dahin sollten die Ursachen und Symptome teilweise bis komplett verschwunden sein.

4. Fersensporn-Operation

Im Falle eines Sporns ist eine Fersensporn-Operation die Ausnahme. Selten bringt sie wirklich Besserung mit sich und ist zudem eher risikobehaftet. Bei der OP wird ein Teil der Sehnenplatte abgetrennt. Das nimmt die Spannung von der Sehne und den Druck vom Knochen. Leider kann das im Nachgang gerne zu einem Absenken des Fußgewölbes führt und damit zu einem Senkfuß. Risiken wie Verletzungen von Nerven und Sehnen, Infektionen und Komplikationen können wie bei allen anderen Operationen auch auftreten. Allerdings kann die Operationsnarbe selbst wieder einen Fernsesporn hervorrufen. Daher ist es ratsam sich auf andere Therapiemethoden zu konzentrieren und selbst mit Fersensporn-Übungen zu unterstützen.

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