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FERSENSPORN RATGEBER

Fersensporn – Was ist das? 

von UXGO

18. Juli 2019, 13:32 Uhr

Die wohl bekanntesten Fersenschmerzen mit dem geringsten Beliebtheitsgrad resultieren aus dem Fersensporn.

“Der Schmerz trat anfangs phasenweise, später dauerhaft, auf, immer mit unterschiedlicher Intensität. Besonders schlimm war es nachts und am Morgen. Im Laufe des Tages ließ der Schmerz trotz Belastung paradoxerweise nach.”

Der Fersensporn, auch Kalkaneussporn (‘calcaneus’ lat. für Fersenbein) oder Hackensporn genannt, ist ein knöcherner Auswuchs am Fersenbein. Der Sporn selbst ist ein dornenartiges Gebilde und erinnert optisch häufig an die bei Vögeln nach hinten gebogene Kralle. Er kann sowohl oben (kranial), als auch unten (plantar/dorsal) an den Sehnenansätzen auftreten.


Fersensporn – die möglichen Positionen

 

Unterer Fersensporn (a):

Der dorsale Fersensporn ist der am weitesten Verbreitete. Er kann an der Sehnenplatte Deiner Fußsohle (Plantarfaszie) entstehen. Die Plantarsehne sorgt dafür, wenn es darum geht die Form des Längsgewölbes zu erhalten und alle Stöße beim Gehen abzufedern. Bei starker und übermäßiger Belastung entstehen Mikrorisse im Gewebe und der Körper reagiert unterstützend mit Kalkanlagerungen, die sich dann zu einem Fersensporn entwickeln können.

Schenke Deinen Füßen ausreichend Erholung und bequeme Fersensporn-Schuhe, damit sie gar nicht erst in den Überlastungsmodus kommen!

Oberer Fersensporn (b):

Seltener tritt der obere Fersensporn auf. Er bildet sich am oberen Teil des Fersenbeins, ca. 2-3 cm unter dem Ansatz der Achillessehne. Eine Achillessehnenentzündung (Achyllidie) erkennt man im Gegensatz dazu daran, dass sie 3-5 cm über dem Ansatz der Achillessehne lokalisiert wird. Wie beim unteren Fersensporn lagert sich nach den auftretenden Mikrorissen Kalk an, der sich zu einem schmerzhaften Dorngebilde verformt. Der Schmerzherd entsteht aus dem entzündeten Gewebe um die Sehnenansätze.

 

Woher kommt der Fersensporn plötzlich?

 

Wie bereits erwähnt, resultiert ein Fersensporn aus einer Überbelastung im Bereich der Sehnenplatte. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Übergewicht: Das Risiko einen Fersensporn zu entwickeln, liegt bei Übergewicht dreimal höher als bei normalgewichtigen Menschen. Es wirkt eine verstärkte Zugkraft an der Plantarsehne und stellt eine dauerhafte Überbelastung dar. Hier kannst Du mit Fersensporn Übungen schon profilaktisch dafür sorgen, dass Deine Füße regelmäßig nach einer Belastung Lockerung und Entlastung erfahren. Wichtig sind außerdem gute und bequeme Schuhe, die für einen stabilen Halt und Tragekomfort sorgen.

  • Besonders größere Menschen neigen dazu, einen Fersensporn zu entwickeln. Sie erfahren einen größeren Druck auf die Ferse und eine stärkere Belastung der Fußsohle. Auch hier bietet es sich an, auf das richtige Schuhwerk zu achten, dass den Fersenbereich entlastet.

  • Extrem- & Berufssportler: Hier liegt die Problematik der Überbelastung eindeutig auf der Hand. Wer exzessiv Sport betreibt, setzt seine Füße einer extremen Belastung aus, vor allem dann, wenn dieser sehr lauf intensiv ist.  

  • Fußfehlstellungen, wie der Plattfuß, Hohlfuß oder Senkfuß sorgen für eine Fehl- und damit Überbelastung.

  • Eine verkürzte Achillessehne oder unterschiedlich lange Beine.

Mit den richtigen Fersensporn-Übungen kannst Du gezielt dafür sorgen, dass Dein Körper nicht in seiner Schutzfunktion beginnt, Kalk anzulagern. Schenke Deinen Füßen regelmäßig Entspannung und Erholung. 

Du leidest unter einem Fersensporn und suchst nach den richtigen Fersensporn Übungen? 
Diese findest Du in unserem Fachartikel.

FERSENSPORN ÜBUNGEN


Symptome bei Fersensporn 

 

Erstes Symptome des Fersensporn äußern sich erst dann, wenn das Bindegewebe entzündet ist. Ein klassisches Erkennungsmerkmal für den Fersensporn ist der Anlaufschmerz (das Loslaufen nach dem Aufstehen), der meist morgens auftritt. Es fühlt sich an, als wäre man in einen Nagel oder eine Scherbe getreten, es brennt und bohrt. Nach einer gewissen Belastung lässt der Schmerz wieder nach und kann über den Tag immer wieder auftreten, meist nach Ruhephasen des Fußes. 

Das ist der typische Schmerz für den unteren Fersensporn. Er liegt an der Fußsohle und ist damit häufigerem direktem Druck ausgesetzt. Beim oberen Fersensporn finden sich die Schmerzen am Ansatz der Achillessehen. Die Stelle kann auch geschwollen oder gerötet sein.


Fersensporn – Vorbeugen 


Verschiedene Maßnahmen die bei einem Fersensporn helfen


Dazu zählen:

  • Bequeme Schuhe mit stützendem Fußbett tragen
  • zu enge Schuhe können Druckstellen an der Ferse verursachen
  • Überlastungen der Füße vermeiden, z.B. durch ungewohnt intensiven Sport
  • Fußfehlstellungen behandeln lassen
  • Übergewicht reduzieren

Fersensporn-Sets


Was kann ich selber bei einem Fersensporn tun?

 

Bei ersten leichten Beschwerden an der Ferse kannst Du wie bei einem Fersenschmerz folgende einfachen Maßnahmen selbst durchführen:

  • Du solltest Dir eine Sportpause gönnen und Deinen Fuß schonen
  • Kühle die schmerzende Stelle 
  • Mit einer Fersensporneinlage und Bequemschuhen kannst Du Deine Ferse entlasten und den Schmerz lindern
  • Du kannst mit einer Fußgymnastik Deine Fußmuskulatur stärken
  • Mit Dehnungsübungen kannst Du die betroffenen Muskeln etwas auflockern

Bei starken, länger als zwei Wochen anhaltenden Schmerzen oder anderen akuten Beschwerden solltest Du einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. 

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Behandlung und Therapie – bei einer Fersensporn Erkrankung

 

Der Fersensporn ist ein langwierige und individuell zu behandelnde Erkrankung des Fußes. Umso wichtiger ist die richtige Diagnose und Ursachenfindung Deines Arztes.

Am besten zu erkennen ist ein Fersensporn über Röntgenbilder, gerade dann, wenn eine chronische Erkrankung vorliegt. Um das zu vermeiden, kann man schon vorab das tun, was nach der Diagnose übliche Therapiemethoden und Fersensporn-Behandlungen sind. Sobald ein Fersensporn festgestellt wurde, ist es dringend ratsam auf intensiven Sport und von anderen starken Belastungen für den Fuß abzusehen (Wanderungen, langes Gehen und Stehen, falsche Schuhwerk, etc.)

Das Ziel ist es auf kurze Sicht, die Entzündungen im Bindegewebe abklingen zu lassen, um die Fersenschmerzen zu lindern. Dafür ist Schongang angesagt.

Schnelle Maßnahmen und kurzfristige Fersensporn-Behandlung


Beruhigende Salben oder leichte Schmerzmittel lindern die Schmerzen vorübergehend und erleichtern die Alltagsroutine. Was sich dafür am besten eignet, erfährst Du direkt bei Deinem Arzt.

Fersenkissen und leicht erhöhte Absätze, entlasten den Fuß und helfen dabei, die Entzündungsherde abklingen zu lassen, auch während Du den Fuß belastest.


Langfristige Fersensporn-Behandlung


Maßangefertigte Schuheinlagen haben sich oft bewährt und mindern den Druck durch ihre Schaumstoff-Unterfütterung an der Stelle des Fersensporns.

Im Falle von Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion von Vorteil, ebenso wie eine gleichmäßige Belastung der Füße. Bei Sportlern sollten bewusst längere Ruhephasen eingelegt werden und gezielte Aufwärmübungen vor dem Training stattfinden. Nicht nur Sportler sind gut beraten, wenn sie sich das richtige Schuhwerk zulegen.

UXGO hat besonderes und gesundes Schuhwerk, dass sich ideal für die Kombination mit einer Einlage anbietet. Da Fußgymnastik die Fußmuskulatur stärkt, ist daher empfohlen. Bei einer akuten Diagnose hilft nur noch Extremschonung und Dehnung der verkürzten Muskulatur. In diesem Fall sind zusätzlich andere Therapieformen und Behandlungsmethoden vonnöten. Fersensporn-Operationen sind die Ausnahme, da sie nicht zwingend eine Besserung gewährleisten und gewisse Risiken bergen.

Details zu den verschiedenen Übungen findest Du in unserem Fachartikel "Fersensporn Übungen".

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Fersensporn-Sets


Tipp in der Box

––––––

Familienstammbaum als Profilaxe:

Ein Indiz dafür, dass Du eventuell empfänglicher für Fersensporen bist als andere, sind Deine genetischen Veranlagungen.

Manche Menschen neigen zu entzündlichen Sehnen- und Muskelansätzen in Schulter, Ellbogen, im Becken oder eben im Fuß. Das sind sogenannte Enthesopathien. Zu dieser Veranlagung gehört auch der Fersensporn.

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